Visiting Day in Prossy’s Internat

Es ist üblich, dass die Eltern bzw. Verwandten ihr Kind einmal pro Trimester im Internat besuchen. Dieser Tag wird dann immer ganz groß vorbereitet und zu einem besonderen Tag gemacht: Die Mütter kochen etwas Besonderes, was es sonst in der Schule nicht gibt, am besten von allem etwas: Huhn mit viel Saft, Kartoffeln, Reis, Erdnuss-Sauce und vielleicht sogar noch Spaghetti. Dann bringt man dem Kind Verdünnungssaft und meistens auch Zucker mit, damit sich das Kind das Leben im Internat etwas versüßen kann. Auch die Dinge des täglichen Bedarfs werden nachgefüllt (Seife, Klopapier, Bleistifte etc.) und es gibt meist etwas Taschengeld. Die Mütter erkundigen sich bei den Lehrerinnen (in Ugandas Volksschulen überwiegen auch die Frauen im Lehrpersonal) nach dem Lernfortschritt und sehen die Hefte an.

Bei Prossy sind fast alle gekommen: Die Großmutter, die Mutter, der Onkel, Freunde der Familie, und sogar die Prefäktin Prossys, eine Schülerin aus der 6. Schulstufe, hat sich zur Familie gesellt und das Mahl mit Prossy geteilt.

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Wir freuen uns auf Enoch!

20160610_120926-1Es kribbelt in meinem Bauch vor Vorfreude, wenn ich daran denke, dass es jetzt nur noch ein Monat ist, bis Enoch kommt! Und ich weiß, auch Enoch kann es schon kaum mehr erwarten! Sein Reisepass ist gerade unterwegs zur Botschaft in Äthiopien, damit er das D-Visum für die Einreise erhält. Wenn er das dann in Händen hält, ist alles erledigt und seine Reise kann beginnen! Wie schön, dass das Leben so viele freudige Ereignisse bereit hält!

Unsere „Neue“ im Projekt

20160530_155853Wie schön, dass das Projekt "Schüler schultern in Uganda" wächst und wächst! Dank eines neuen Paten-Paares in Österreich konnten wir eine weitere Jugendliche in unser Projekt aufnehmen: Shubaiha, 17 Jahre. Sie geht wie David und Enoch in die "Mengo Senior School" und ist eine überaus fleißige Schülerin. Dass die beiden Paten nun die Hälfte des Schulgelds übernehmen, hilft der Mutter enorm und verleiht ihr mehr Gewissheit, dass ihre Tochter die Schule absolvieren kann. 

Ich habe mir Shubaihas Hefte angesehen und ich war wirklich beeindruckt von der Akkuranz und den guten Noten! Und Deutsch ist ihr Lieblingsfach! Welch Zufall! ;-)

Princess Betty

20160104_093217 20151229_095634 20151228_100401Betty ist unsere Style-Prinzessin. Sie legt großen Wert auf Farbe und Stil und schafft es, auch mit einfachen Kleidern gediegen auszusehen. Jetzt darf sich die junge Mama ihren Wunsch erfüllen und eine Ausbildung zur Friseurin nachmachen. Im Juni hat sie in Mukono nahe Kampala den Kurs begonnen und zu unserer großen Überraschung darf sie bei der Schuldirektorin wohnen! Welch Ehre! Die Direktorin hat ein wunderschönes Haus in einem wunderbar gepflegten Garten. Da Betty auch 1A in der Haushaltsführung ist, wird sie sicher fleißig mit anpacken, sodass die Direktorin es nicht bereut, ihr Haus für die Gastschülerin geöffnet zu haben.

Ich habe am Sonntag mit Betty telefoniert. Die Ausbildung gefällt ihr sehr gut und sie fühlt sich sichtlich wohl in der Direktionsvilla mit Aunt Prossy und Aunt Ruth. Alles Gute, Betty!20160612_174821 

 

 

Prossy geht jetzt ins Internat

20160610_094420-1Die achtjährige Prossy geht sehr gerne in die Schule. Und durch eine Patin in Wien ist ihr Schulbesuch auch gesichert. Da Prossys Mama als Alleinerzieherin abends eine Straßenküche betreibt, kann sie sich wenig um die Schulangelegenheiten ihrer Tochter kümmern wie die Hausübungen überprüfen oder immer für die saubere Schuluniform sorgen. Die Schulen sind diesbezüglich sehr streng und legen großen Wert, dass die Schultaschen komplett und die Uniformen in gutem Zustand sind. Die Uniform wird z.B. am Schultor kontrolliert und schon schmutzige Socken können dazu führen, dass das Kind wieder heimgeschickt wird.

Wenn man einmal das Zuhause von Prossy und ihrer Familie gesehen hat, dann kann man sich vorstellen, wie schwer es ist, diese scheinbaren Minimalanforderungen zu erfüllen. Die Enge der Ein-Raum-Wohnung erlaubt ein Kochen oder Waschen nur im Freien. Da das Zuhause von Prossy allerdings im Sumpfgebiet von Nateete liegt, bedeutet das in der Regenzeit Schlamm, Wasser und teilweise sogar Hochwasser, das bis in die Wohnung dringen kann! Die Kleidung und sich selbst immer blitzsauber zu halten, wenn man schon zum Badezimmer durch den Schlamm waten muss, ist beinahe unmöglich. Und den Schimmelpilz an den Wänden wollt Ihr Euch im Detail sicher nicht ausmalen!

Somit haben wir uns entschlossen, Prossy im Internat unterzubringen. Sie wird dort mehr Zeit für die Hausübungen und die Hygiene haben und sicher auch in einem sauberen und trockenen Bett besser und gesünder schlafen.

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King Viero

20151226_143132 King Viero – das ist Shafiq Viero aus Nateete, einem Vorort Kampalas. Den Künstlernamen "King Viero" hat er sich zugelegt in Anlehnung an sein Sängeridol "King Saha", der in Uganda sehr populär ist. Denn Shafiq möchte, wie dieser, Popsänger werden.

Ich kenne Shafiq aus dem Heim, in dem damals die meisten meiner jetzigen Schützlinge waren. Zu Weihnachten haben wir uns nach Jahren wiedergesehen – da habe ich ihn wieder schätzen gelernt und seither gehört er zur Familie.

Kurz vor meinem Abflug verriet er mir, dass er einen Song im Kopf habe, und fragte mich, ob ich ihm dabei helfen könne, diesen im Studio aufzunehmen, Die niedrigen Kosten erstaunten mich und so sagte ich zu, denn das war einen Versuch wert! Und siehe da: In nur eineinhalb Tagen und gerade rechtzeitig vor meinem Abflug drückte er mir die CD mt dem fertigen Song in die Hand! And here he is: King Viero mit "Wadawa"!