Uganda-Treffen in der LFS Hollabrunn

Hannes Urban vom Verein "Helfen wir!" besuchte am 12. Mai 2017 mit seinem Gast Bishop Sabino Ocan Odoki aus Uganda die LFS Hollabrunn. Alljährlich kommt Bishop Sabino für einen Monat nach Österreich, um u.a. an der Wallfahrt nach Maria Roggendorf teilzunehmen.

Flankiert von den Fachlehrern Ing. Dieter Blahous und DI Gerhard Gschweicher brachten Bishop Sabino, Hannes Urban und ich den Schülerinnen und Schülern mit Fotos und Erzählungen die Perle Afrikas, Uganda näher. Beim anschließenden Mittagessen kam es zu einem regen Gedankenaustausch und erste Pläne für eine mögliche Reise der LFS Hollabrunn nach Uganda wurden skizziert. Wer weiß, welch fruchtbarer Austausch sich aus diesem Treffen noch ergibt!

Über die Elastizität von Zeit

Enoch im WinterBisher bin ich von einem Zeitsystem ins andere gereist, habe gestaunt, mich angeglichen, bin zeitweilig gescheitert und konnte es doch genießen: die ernorme Elastizität von Zeit in Afrika.

Der speziellen Zeit in Afrika haben Wissenschafter einen Namen gegeben: "Ereigniszeit". So heißt es, wenn Beginn und Ende einer Handlung nicht von der Uhr, sondern von der Tätigkeit bestimmt werden. Ein Gespräch dauert so lange, wie die Gesprächspartner benötigen, um das Thema abzuhandeln; eine Geschäftsabwicklung dauert so lange, bis alle Geschäftspartner zufrieden sind. Bei allen Handlungen stehen die Menschen und ihre Bedürfnisse im Vordergrund und nicht der Takt der Uhr. Busse fahren dann ab, wenn sie voll sind. Und wenn es regnet, fallen ohnedies alle Zeitpläne ins Wasser.

Bisher bin ich gependelt und habe dadurch gewählt, in welchem Zeitsystem ich mich bewege. Jetzt ist Enoch da und zeigt mir mit seinen kritischen Fragen die Grenzen unserer durchgetakteten Suche nach Glück auf. Schon nach wenigen Tagen hat er erstaunt ausgerufen: "Ihr habt ja nie Zeit!" So sehr seine Kritik auch schmerzt, wenn er an "unserer Wahrheit" rüttelt, so sehr bin ich froh, dass er seine Zeit-Elastizität mitgebracht hat. Was für ein bereicherndes Regulativ in unserer hektischen und umtriebigen Zeit – gerade im Advent!

 

 

Lady Betty

Betty IIBetty IIIAus Betty wird jetzt eine richtige Lady! In ihrer Friseursausbildung kann sie sich austoben und zeigt uns mit Vergnügen ihre Wandlungen. Neben Haarpflege lernt sie in der Berufsschule auch Maniküre und Pediküre – schön, dass sie in der Ausbildung so richtig aufblüht!

Visiting Day in Prossy’s Internat

Es ist üblich, dass die Eltern bzw. Verwandten ihr Kind einmal pro Trimester im Internat besuchen. Dieser Tag wird dann immer ganz groß vorbereitet und zu einem besonderen Tag gemacht: Die Mütter kochen etwas Besonderes, was es sonst in der Schule nicht gibt, am besten von allem etwas: Huhn mit viel Saft, Kartoffeln, Reis, Erdnuss-Sauce und vielleicht sogar noch Spaghetti. Dann bringt man dem Kind Verdünnungssaft und meistens auch Zucker mit, damit sich das Kind das Leben im Internat etwas versüßen kann. Auch die Dinge des täglichen Bedarfs werden nachgefüllt (Seife, Klopapier, Bleistifte etc.) und es gibt meist etwas Taschengeld. Die Mütter erkundigen sich bei den Lehrerinnen (in Ugandas Volksschulen überwiegen auch die Frauen im Lehrpersonal) nach dem Lernfortschritt und sehen die Hefte an.

Bei Prossy sind fast alle gekommen: Die Großmutter, die Mutter, der Onkel, Freunde der Familie, und sogar die Prefäktin Prossys, eine Schülerin aus der 6. Schulstufe, hat sich zur Familie gesellt und das Mahl mit Prossy geteilt.

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Sweet Samuel

IMG-20160222-WA0003 IMG-20160222-WA0007-1Der kleine Samuel gehört als Sohn von Betty auch zu unserer Familie. Im Oktober wird er drei. Als einziger "Mann" im Haus der alleinerziehenden Mütter, Großmütter und Tanten nennen sie ihn liebevoll "Tata" ("Papa"). Tja, that's also Uganda.

Queen of Katwe

Queen_of_Katwe_poster"Can you do big things from such a small place? – Why not?"

So beginnt der Dialog im Trailer des neuen Films von Mira Nair "Queen of Katwe". Ein Mädchen aus den Slums von Uganda erhebt sich aus der Armut, weil sie durch das Schachspielen erlebt, dass sie mit ihrem Geist und ihrer Willensstärke ihr Leben in die Hand nehmen und verändern kann. Based on a true Story erzählt die indische Regisseurin ("Salaam Bombay") die Geschichte von Phiona Mutesi aus Kampala.

Es ist zwar eine Walt-Disney-Produktion, aber der Trailer zeigt schon: Die Szenerie ist authentisch und zeigt viel Wahrheit über Uganda. Mir sind schon beim Trailer die Tränen gekommen – ich habe ja alle unsere Schützlinge in den Slums von Nateete kennengelernt und dort sieht es so aus wie im Film der Slum von Katwe.

https://youtu.be/z4l3-_yub5A

Es gibt auch eine zehnminütige Dokumentation über die echte Phiona Mutesi:

https://youtu.be/E6yMgeYUWUE

Filmstart für die USA ist September 2016 – es ist noch offen, wann der Film in die heimischen Kinos kommt!

Wir freuen uns auf Enoch!

20160610_120926-1Es kribbelt in meinem Bauch vor Vorfreude, wenn ich daran denke, dass es jetzt nur noch ein Monat ist, bis Enoch kommt! Und ich weiß, auch Enoch kann es schon kaum mehr erwarten! Sein Reisepass ist gerade unterwegs zur Botschaft in Äthiopien, damit er das D-Visum für die Einreise erhält. Wenn er das dann in Händen hält, ist alles erledigt und seine Reise kann beginnen! Wie schön, dass das Leben so viele freudige Ereignisse bereit hält!

Sommerfest bei da-ka

Sebastian Wilken und Karl Dampier mit Stargast Peter Rapp (Foto: Karl Juris)
Sebastian Wilken und Karl Dampier mit Stargast Peter Rapp (Foto: Karl Juris)
Am 17. Juni 2016 fand bei der da-ka Hausbetreuung GmbH das alljährliche Sommerfest statt. Jedes Jahr gibt es eine Tombola, deren Einnahmen für einen sozialen Zweck gespendet werden. Dieses Jahr hatte ich die Ehre, dass mein Projekt "Schüler schultern in Uganda" ausgewählt wurde und ich die Spenden entgegennehmen durfte! Vielen Dank an alle Besucherinnen und Besucher des Festes, die so großzügig gespendet haben, sowie an Sebastian Wilken und Karl Dampier von da-ka, die den Betrag darüberhinaus aufgerundet haben!

Es war ein buntes Sommerfest mit Livemusik, einer Bilderausstellung und einem tollen Buffet, zu dem auch die Bewohner des benachbarten Hauses "Primavesigasse" mit vorwiegend syrischen und iranischen selbstgebackenen Süßspeisen beitrugen! Moderiert wurde das Fest von der überaus charmanten Sonja Kato-Mailath-Pokorny. 

Fotos und ein Video gibt es im Online-Magazin Donaustadt von Karl Juris hier: http://www.magazin-donaustadt.at/